Prof. Dr. phil., dipl. biol. Christoph Rehmann-Sutter

Sterbewünsche bei Menschen in schwerer Krankheit

Projektleitung:
Prof. Christoph Rehmann-Sutter
Dr. med. Heike Gudat

Sterbewünsche bei schwer kranken Menschen haben meist einen komplexen Hintergrund. Sie sind eng mit der Behandelbarkeit und dem Verlauf einer Erkrankung, mit der Lebensqualität, mit der Biographie, mit Bedürfnissen, Haltungen und Sorgen der Betroffenen, aber auch mit dem unmittelbaren Umfeld und der Gesellschaft verbunden. Wie schwerkranke Menschen ihre Lebens- und Sterbewünsche sehen und begründen, ist noch wenig erforscht. Dies gilt besonders für unheilbar kranke Menschen, die nicht an einer Tumorkrankheit leiden.

In der interpretativ-phänomenologischen Studie werden durch Interviews Hinweise auf die Absichten, Gründe, Bedeutungen und Funktionen von Sterbewünschen gewonnen, auch dafür, wie diese entstehen, sich im Verlauf der Zeit und im Verlauf einer Krankheit verändern und wie sie gegeneinander, oder mit Lebenswünschen abgewogen werden.

Detaillierte Informationen/Link zur Projektseite
Vorstellung der Studie im Deutschen Ärzteblatt

Förderung

The attitudes and concerns of patients with incurable cancer about the end of life and dying.
Gefördert 2008-2011 von Oncosuisse, der Gottfried und Julia Bangerter-Rhyner-Stiftung und der Förderstiftung HOSPIZ IM PARK

Alle Studienergebnisse auf einem Blick
Alle Publikationen des Projekts finden sie hier

Palliative non-oncology patients’ wish to die. The attitudes and concerns of patients with neurological diseases, organ failure or frailty about the end of life and dying.
Gefördert 2013-2016 vom Schweizerischer Nationalfonds, Nationales Forschungsprogramm 67 "Lebensende"

Final Report 2017


Das gelebte Genom und chronische Entzündungskrankheiten

Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind chronische Darmentzündungen, die für das alltägliche Leben der Betroffenen große Belastungen darstellen. In den letzten Jahren hat man entdeckt, dass bis zu 50% der Ursachen genetisch sind. Vor den genetischen Assoziationsstudien dominierten psychosomatische Erklärungsmodelle und Therapieansätze. In diesem Projekt soll untersucht werden, wie sich die "Genetisierung" der Krankheit aus der Sicht der Betroffenen und Familien darstellt und wie diese die genetische Komponente ihrer Krankheit interpretieren. Die Erfahrungen der Patientinnen und Patienten und ihrer Familien sollen mit den Ansichten von Ärzten und Wissenschaftlern über die genetischen "Risiken" integriert werden. Dies wirft ein Licht auf die ethischen Implikationen der Zustimmungsverfahren für Ganzgenomstudien und für die klinische Translation von neuen Forschungsergebnissen.


Blutstammzellspende von Kindern an ihre Geschwister: Das Kindeswohl im ethischen Konflikt

Projektleitung:
Prof. Dr. Christoph Rehmann-Sutter
Prof. Dr. Christina Schües

Bei Krankheiten, die mit einer Transplantation von hämatopoietischen Stammzellen behandelt werden können, gibt es einen grundlegenden rechtlichen und ethischen Konflikt: Das Wohl des einen Geschwisterkindes ist nicht gleichbedeutend mit dem Wohl des anderen. Der Eingriff, der zur Spende von Knochenmark- oder peripheren Blutstammzellen notwendig ist, hat im Bezug auf das Spenderkind keine medizinische Indikation. Die Indikationsstellung liegt allein beim Empfängerkind.

Detaillierte Informationen auf der Projektseite


Meanings and Practices of Prenatal Genetics in Germany and Israel (PreGGI)

Projektleitung:
Aviad Raz

Prof. Dr. Christoph Rehmann-Sutter

Prof. Dr. Christina Schües

Bedeutung und Praktiken der pränatalen Genetik in Deutschland und Israel – eine komparative, interdisziplinäre Studie

Detaillierte Informationen auf der Projektseite


Determinanten für leitlinieninkongruente Versorgung von älteren Krebspatienten in der GKV (DELIVER)

Ärztliche Leitlinien geben den aktuellen Stand von Medizin und Wissenschaft wieder. Sie sind ein Instrument, um eine hohe Behandlungsqualität flächendeckend sicherzustellen. Besonders wichtig ist dies bei lebensbedrohenden Krankheiten, wie Krebs. Nun gibt es Hinweise, dass bei älteren Patient*innen diese Leitlinien öfters nicht eingehalten werden. Das Forschungsprojekt DELIVER erforscht mögliche Gründe, Faktoren und Prozesse, die bei diesen Abweichungen eine Rolle spielen.

Detaillierte Informationen auf der Projektseite

@Kerstin Nees

Kontakt

rehmann(at)imgwf.uni-luebeck.de

+49 (0)451 3101 3415

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