Prof. Dr. phil., dipl. biol. Christoph Rehmann-Sutter

Das gelebte Genom und chronische Entzündungskrankheiten

Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind chronische Darmentzündungen, die für das alltägliche Leben der Betroffenen große Belastungen darstellen. In den letzten Jahren hat man entdeckt, dass bis zu 50% der Ursachen genetisch sind. Vor den genetischen Assoziationsstudien dominierten psychosomatische Erklärungsmodelle und Therapieansätze. In diesem Projekt soll untersucht werden, wie sich die "Genetisierung" der Krankheit aus der Sicht der Betroffenen und Familien darstellt und wie diese die genetische Komponente ihrer Krankheit interpretieren. Die Erfahrungen der Patientinnen und Patienten und ihrer Familien sollen mit den Ansichten von Ärzten und Wissenschaftlern über die genetischen "Risiken" integriert werden. Dies wirft ein Licht auf die ethischen Implikationen der Zustimmungsverfahren für Ganzgenomstudien und für die klinische Translation von neuen Forschungsergebnissen.


Blutstammzellspende von Kindern an ihre Geschwister: Das Kindeswohl im ethischen Konflikt

Projektleitung:
Prof. Dr. Christoph Rehmann-Sutter
Prof. Dr. Christina Schües

Bei Krankheiten, die mit einer Transplantation von hämatopoietischen Stammzellen behandelt werden können, gibt es einen grundlegenden rechtlichen und ethischen Konflikt: Das Wohl des einen Geschwisterkindes ist nicht gleichbedeutend mit dem Wohl des anderen. Der Eingriff, der zur Spende von Knochenmark- oder peripheren Blutstammzellen notwendig ist, hat im Bezug auf das Spenderkind keine medizinische Indikation. Die Indikationsstellung liegt allein beim Empfängerkind.

Detaillierte Informationen auf der Projektseite


Meanings and Practices of Prenatal Genetics in Germany and Israel (PreGGI)

Projektleitung:
Aviad Raz

Prof. Dr. Christoph Rehmann-Sutter

Prof. Dr. Christina Schües

Bedeutung und Praktiken der pränatalen Genetik in Deutschland und Israel – eine komparative, interdisziplinäre Studie

Detaillierte Informationen auf der Projektseite


Determinanten für leitlinieninkongruente Versorgung von älteren Krebspatienten in der GKV (DELIVER)

Ärztliche Leitlinien geben den aktuellen Stand von Medizin und Wissenschaft wieder. Sie sind ein Instrument, um eine hohe Behandlungsqualität flächendeckend sicherzustellen. Besonders wichtig ist dies bei lebensbedrohenden Krankheiten, wie Krebs. Nun gibt es Hinweise, dass bei älteren Patient*innen diese Leitlinien öfters nicht eingehalten werden. Das Forschungsprojekt DELIVER erforscht mögliche Gründe, Faktoren und Prozesse, die bei diesen Abweichungen eine Rolle spielen.

Detaillierte Informationen auf der Projektseite

@Kerstin Nees

Kontakt

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Lübeck kämpft für seine Uni