Abgeschlossene Projekte

BIONET - Ethische Führungsrichtlinien für Biologische und Biomedizinische Forschung: Chinesisch-Europäische Kooperation

Der besondere Fokus moderner biologischer und biomedizinischer Forschung auf der genetischen Modifikation von Organismen, der Genomik von Krankheitsanfälligkeit und den Stammzellen, sowie auf dem therapeutischen Potential der Gentherapie und den Stammzelltechnologien, ist eine zentrale nationale, kommerzielle und wissenschaftliche Priorität sowohl in China als auch in Europa. BIONET

-        baut ein zukunftsfähiges Netzwerk in und zwischen China und Europa auf, das die Begründungen für und die Praktiken ethischer Führungsrichtlinien dieser fortgeschrittenen biologischen und biomedizinischen Forschung in China aufzeichnen kann

-        bietet eine Plattform für die Entwicklung von vergleichender Forschung über ethische Führungsrichtlinien in China und der EU

-        entwickelt das sozialwissenschaftliches Verständnis zentraler bioethischer Themen, Herausforderungen und Herangehensweisen heutiger biomedizinischer Forschung weiter durch einen Dialog zwischen Wissenschaftlern und Praktizierenden

-        bietet Weiterbildung für Wissenschaftler und Praktizierende in zentralen Themen und informiert Politik und Praxis über die Ethik biomedizinscher Forschung in China und der EU mit einem besonderen Fokus auf wissenschaftlicher Zusammenarbeit

BIONET - Ethical Governance of Biological and Biomedical Research: Chinese- European Cooperation

Advanced biological and biomedical research focusing in particular upon the genetic modification of organisms, the genomics of disease susceptibility and on stem cells, and on the therapeutic potential of genomic medicine and stem cell technologies is a key national, commercial and scientific priority in both China and Europe. BIONET

-        set up a sustainable network within and between China and Europe that can map the rationales for and practices of ethical governance of such advanced biological and biomedical research in China

-        provide a platform for the development of comparative research on ethical governance in China and the EU

-        advance social scientific understanding of key bioethical issues, challenges and approaches generated in contemporary biomedical research through dialogue between researchers and practitioners

-        undertake training of researchers and practitioners in key issues and inform policy and practice in the ethics of biomedical research in China and the EU with particular relevance for scientific collaboration.

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Ethische Entscheidungen über das Schicksal von Embryonen: die Ansichten und Herangehensweisen von Paaren während IVF

Projektleitung: Dr. Jackie Leach Scully, Dr. Rouven Porz, Prof. Christoph Rehmann-Sutter

Die Erschaffung von Embryonen im Rahmen einer IVF hat neue technische Möglichkeiten und komplexe ethische Fragen hervorgebracht. Ziel dieses Projektes ist die Untersuchung von Bedenken, Werten, Evaluationen und Entscheidungsprozessen von Patienten, die entscheiden müssen, was mit den im Rahmen der in-vitro Fertilization erzeugten Embryonen geschehen soll, die nicht eingepflanzt werden können. In dieser Studie wurde eine Umfrage zu den möglichen Optionen für Eltern von Embryonen und den verwendeten Entscheidungsprozessen in IVF-Zentren der Schweiz durchgeführt, gefolgt von Interviews mit den Eltern von „überschüssigen“ Embryonen

Ethical decisions about the fate of embryos: the views and approaches of couples undergoing IVF
Leaders: Dr. Jackie Leach Scully, Dr. Rouven Porz, Prof. Christoph Rehmann-Sutter

The creation of embryos in the course of IVF has generated new technical possibilities and complex ethical questions. This project aims to investigate the concerns, values and evaluative processes that patients bring to, and the decision-making procedures they undergo, in deciding what should happen to an embryo created by in vitro fertilisation (IVF) that cannot be implanted. In this study a survey of the options available to parents of embryos and decision procedures used in Swiss IVF centres has been made followed by the interviewing of parents of ‘spare’ embryos.

Detaillierte Informationen (IVF)

 



NanoEthics – Eine interdisziplinäre Einschätzung von Risiken und Chancen der Nanowissenscahften
Projektleitung: Prof. Sabine Maasen, Prof. Christoph Rehmann-Sutter

Von der Nanowissenschaft wird in naher Zukunft erwartet, dass sie mit ihren Anwendungen zunehmend in alle Lebensbereiche vordringen und diese womöglich grundlegend transformieren wird, was in der Öffentlichkeit ambivalente Reaktionen hervorruft. Will die Nanowissenschaft ihre gesellschaftliche Akzeptanz nicht aufs Spiel setzen, muss sie ihre Wirkungen auf die Gesellschaft reflektieren und kontrollieren. Dadurch aber gerät sie selbst in eine ambivalente Situation: Sie hat zwar allzu emphatisch formulierte Zukunftsvisionen wieder in ein vernünftiges Licht zu rücken, ohne aber Anlass zu Enttäuschungen zu geben; sie hat zwar öffentlichen Bedenken Rechnung zu tragen, ohne aber ihre eigenen Forschungsanliegen aufzugeben. Diese Herausforderung für die Wissenschaft gibt Anlass zu Fragen, die in einem zweistufigen Projekt adressiert wurden.

NanoEthics - An interdisciplinary assessment of the risks and chances of nanoscience
Leaders: Prof. Sabine Maasen, Prof. Christoph Rehmann-Sutter 

In the near future nanoscience is expected to increasingly penetrade all areas of life and to possibly transform them fundamentally, which will evoke ambivalent public reactions. If nanoscience does not want to risk its social acceptance, it has to reflect on and control its public effects – thus placing itself in an ambivalent situation: Putting too empathic verbalized visions of the future in a reasonable perspective without causing disappointment; accounting for public concerns, without giving up ist own reasearch objectives. This challenge for science gives rise to questions, that were addressed in this two-step project.

Detaillierte Informationen (NanoEthics)

 

 

Projekt "Zeit": Entscheidungsprozesse in der Gendiagnostik
Projektleitung: Dr. Jackie Leach Scully

Es gibt wenige Information darüber, wie Laien ihre situativen und relationalen Kontexte benutzen, um ihre eigenen moralischen Übereinkünfte zu treffen und welche kontextbezogenen Elemente der Grund für Unterschiede in ethischen Haltungen sind. Vorherige Arbeiten unserer Gruppe weisen darauf hin, dass Zeit ein zentrales Element für die Strukturierung ethischer Sichtweisen darstellt: z.B. weichen die von Patienten und medizinisches Personal benannten Zeiträume, in welchen moralische Bewertung stattfindet, oft voneinander ab – was umgekehrt die Prioritäten, die den moralisch relevanten Faktoren eingeräumt wird, beeinflusst. Um den Prozess ethischer Entscheidungsfindung zu untersuchen, entschlossen wir uns, den Fokus auf das Feld der Gendiagnostik (prä- und postnatale Tests) zu legen. Da Gendiagnostik in Zukunft mit einer steigenden Zahl von Menschen konfrontiert werden wird, und da erblich bedingte Zustände zumeist über mehr als eine Lebensspanne hinweg erlebt werden, läuft der ethische Entscheidungsprozess in diesem Bereich auf interessante und aufschlussreiche Weise mit dem Element der Zeit zusammen. Unter der Verwendung semi-strukturierter Interviews und qualitativer Analysemethoden haben wir die Herangehensweisen der Teilnehmer an ethische Fragestellungen innerhalb der genetischen Entscheidungsfindung über die Zeit hinweg untersucht. Es ist eindeutig, dass empirische Daten alleine keine normative moralische Bewertung bietet. Das Fehlen einer Methodik, die empirische Forschung mit einer ethischen Theorie verbindet, stellt daher eine wichtige Lücke im Verständnis von moralischem Verhalten dar. Aus diesem Grund ist die Entwicklung einer angemessenen Methodik ein weiteres Ziel dieses Projektes. 

Time as a contextual element in ethical decision-making in the field of genetic diagnostics
Leader: Dr. Jackie Leach Scully

There is little information on how lay people use their situational and relational contexts to create their own moral understandings and which contextual elements account for differences in ethical stances. Previous work by our group indicates that time may be a key element in structuring moral perception: for example, patients and medical professionals often differ in the timescale over which moral evaluation takes place, which in turn affects the priorities given to morally relevant factors. To investigate the process of ethical decision-making we chose to focus on the field of genetic diagnostics (pre- and postnatal testing). As genetic testing will be faced by an increasing number of people in the future, and as hereditary conditions are usually experienced over more than one lifetime, the ethical decision-making process intersects with the element of time in interesting and revealing ways. Using semi-structured interviews and qualitative analytical techniques, we explored subjects` approaches to ethical issues within the framework of genetic decision-making over time. It is clear that empirical data alone cannot provide normative moral judgement. The existing lack of a methodology that connects empirical research with ethical theory therefore represents an important gap in understanding moral behaviour. A further aim of the project was therefore to develop an appropriate methodology.

Detaillierte Informationen (Zeit)

IMGWF Universität zu Lübeck - Königstrasse 42 - 23552 Lübeck - Fon +49 (0)451 707 998-12 - Fax +49 (0)451 707 998-99 - info@imgwf.uni-luebeck.de

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Lübeck kämpft für seine Uni