Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin im Sommersemester 2017

Der Kurs Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin besteht aus zwei Teilen: Der erste Teil ist eine regelmäßige wöchentliche Vorlesung. Sie vermittelt einen Überblick über Gegenstand, Fragestellungen und Forschungsmethoden des Faches. In thematisch spezialisierten Seminaren, die den zweiten Teil des Kurses bilden, werden die verschiedenen Aspekte eines Ausschnitts vertiefend behandelt.

Grundlage für den benoteten Leistungsnachweis ist 1. das in der Seminargruppe gehaltene Referat (üblicherweise zu zweit), zu dem eine maximal 2-seitige Zusammenfassung abzufassen ist, sowie 2. eine Diskussionsvorbereitung mit schriftlicher Ausarbeitung zur Diskussion zu einer der Vorlesungen. Die schriftliche Zusammenfassung des Referats im Umfang von zwei Seiten DIN A4 soll bereits zu Seminarbeginn vorliegen. Erwartet wird ein ausformulierter Text, dessen Gliederung sich an der Struktur Ihres Vortrags orientiert. Eine thesenhafte/schlagzeilenartige Zuspitzung ihrer Standpunkte ist dabei durchaus erwünscht, denn Sie sollten nicht bloß referieren, sondern deutlich machen, dass Sie das recherchierte Material kritisch reflektiert haben. Hinweise auf thematische Ergänzungen / Desiderata der Forschung / ihre persönliche Beziehung zum Thema sind sehr willkommen. Etwa 1/3 der zweiten Seite ist einer nachvollziehbaren Auflistung der wichtigsten von Ihnen konsultierten Quellen vorbehalten. Ein Beispiel ist HIER angefügt.

Die Vorlesung wird in einem interaktiven Format angeboten, zu dem - neben der Vorlesung selbst - jeweils eine Studierenden-Gruppe à 8-9 Personen („study team“) eine Diskussion zum Stoff (kein Referat!) vorbereitet. Grundlage für die Diskussionsvorbereitung ist das Skript zur jeweiligen Vorlesung, die Slides sowie die dazu zur Verfügung gestellten weiteren Materialien. Jedes „study team“ soll auf der Basis dieser Unterlagen eigene Fragen zum Thema der Vorlesung entwickeln und eine Diskussion mit den Kommiliton_innen von ca. 45 Minuten moderieren. Überlegen Sie dazu, inwiefern die Themen der Vorlesung Ihr Bild von der Medizin verändert haben bzw. welche Perspektiven sich daraus für Ihre eigene Berufstätigkeit ergeben. Es steht Ihnen frei, wie Sie die Diskussion gestalten, Sie können z.B. Fragen an die Gruppe vorbereiten, Videoclips einspielen oder eine Podiumsdiskussion vorbereiten. Im Anschluss an die Vorlesung verarbeiten die study teams ihre Vorbereitung und die Diskussion binnen 14 Tagen zu einem Diskussionspapier im Umfang von ca. 10 Seiten, die anschließend auf Moodle für alle Kommiliton_innen zugänglich gemacht wird. Dabei sollen nicht mehr als 4 Autor_innen ein Diskussionspapier erstellen, so dass zu jeder Vorlesung wenigstens 2 Diskussionspapiere entstehen. - Bitte nehmen Sie rechtzeitig vor der Vorlesung mit dem jeweiligen Dozierenden Kontakt auf, damit Sie die Gestaltung abstimmen. - Sie können dort auch Tipps oder weitere Hilfe bekommen.

Gebrauchsanweisung für GTE

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Die Anmeldung für die GTE-Seminare erfolgt über Moodle. Anmeldebeginn: 27. März 2017, ab 12 Uhr.

Vorlesung Sommersemester 2017 (dienstags 10-12 Uhr, Z3)

11.4.2017: Wozu Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin
Dozent: Borck

18.4.2017: Wie der Medizin die Gesundheit abhanden kam
Dozent: Borck

25.4.2017: Wissenschaft als Ganzheitlichkeit: Antike Medizin
Dozent: Borck

2.5.2017: Vom Hospital zur Klinik: Räume des Krankseins
Dozent: Borck

9.5.2017: Diagnostik: Wie der Patient zum Datenkörper wird
Dozent: Borck

16.5.2017: Nutzen und Nachteil der Evidenzbasierten Medizin
Dozent: Borck

23.5.2017: Methoden der medizinischen Ethik
Dozent: Rehmann-Sutter

30.5.2017: Die Schwangerschaft als ethisches Konfliktfeld
Dozent: Rehmann-Sutte

6.6.2017: Erkenne dich selbst - in deinem Genom?
Dozent: Rehmann-Sutter

13.6.2017: Der koloniale Blick auf den Menschen
Dozent: Weiss

20.6.2017: Ethische Aspekte klinischer Forschung
Dozent: Rehmann-Sutter

27.6.2017: Sterben dürfen
Dozent: Rehmann-Sutter

4.7.2017: Medizin im Nationalsozialismus
Dozent: Weiss

11.7.2017: Prothetik, Enhancement, Transhumanismus
Dozent: Weiss

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Lübeck kämpft für seine Uni