Meanings and Practices of Prenatal Genetics in Germany and Israel (PreGGI) 


Projektleitung:
Christina Schües (Universität zu Lübeck)
Christoph Rehmann-Sutter (Universität zu Lübeck)
Aviad Raz (Ben Gurion University of the Negev, Be'er Sheva)

MitarbeiterInnen

:
Anika König (Universität zu Lübeck)

Hannes Foth (Universität zu Lübeck)
Yael Hashiloni-Dolev (Academic College of Tel Aviv-Yaffo)


Tamar Nov Klaiman (Ben Gurion University of the Negev, Be'er Sheva) 

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Gefördert von der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG) ab 1. Januar 2017

Bedeutung und Praktiken der pränatalen Genetik in Deutschland und Israel (PreGGI)

Neue Entwicklungen im Bereich der pränatalen Genetik – insbesondere die Einführung nicht-invasiver Bluttests, zum Beispiel auf Chromosomenstörungen wie Trisomie 21, 18 und 13, sowie die Möglichkeiten der Sequenzierung – könnten den gesamten Bereich der Pränataldiagnostik nachhaltig und in vielfältiger Hinsicht verändern. Während herkömmliche invasive Testverfahren wie Amniozentese und Chorionzottenbiopsie zu einer Fehlgeburt führen können, ist dies bei nicht-invasiven Tests nicht der Fall, da lediglich eine Blutprobe der Schwangeren benötigt wird. Für viele Menschen kann es allerdings schwierig sein, die zunehmenden Mengen an wissenschaftlichen Daten, die durch diese Tests entstehen, zu verstehen. Was ist unter diesen Umständen die Basis für die Entscheidungsfindung über das Testen der nächsten Generation? Die Einführung dieser neuen Technologie berührt fundamentale Fragen zu unseren philosophischen und gesellschaftlichen Grundverständnissen von Schwangerschaft, Leben, Generationenverhältnissen und der conditio humana.



Deutschland und Israel – beides Länder, die auf dem neuesten Stand im Bereich der Medizintechnologie sind – repräsentieren in einiger Hinsicht gegensätzliche Pole professioneller Kulturen, Regulierungen und politischer Zugänge in Bezug auf die Reproduktionsmedizin. Daher kann der Vergleich dieser zwei Länder nationale Ähnlichkeiten, Variationen, sowie den Pluralismus moralischer Beurteilungen von Biomedizin aufzeigen. Gleichzeitig kann diese Vergleichsstudie zu einem besseren Verständnis der kulturell spezifischen Betrachtungsweisen in diesen beiden Ländern und darüber hinaus beitragen.



Ziel dieses Projekts ist es, den Zusammenhang zwischen sozialem und technologischem Wandel im Bereich der genetischen Pränataldiagnostik besser zu verstehen, seine kulturellen und ideengeschichtlichen Voraussetzungen aufzuarbeiten und seine gegenwärtige wie auch in der Zukunft zu erwartende Bedeutung sowohl für Individuen als auch die Gesellschaft im Allgemeinen zu klären und zu interpretieren. Das Projekt untersucht die Meinungen der (Nicht-)Nutzerinnen dieser Tests und überprüft ethische Evaluationen und legale Regulierungen pränataler Diagnostik. Dabei sollen drei verschiedene Zugänge kombiniert werden: eine empirische Studie, eine philosophisch-theoretische Aufarbeitung und eine zukunftsweisende Perspektive.

Flyer

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Deutsche Version

Lübeck kämpft für seine Uni